{"id":2023,"date":"2015-01-06T12:09:05","date_gmt":"2015-01-06T11:09:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gambio.de\/blog\/?p=2023"},"modified":"2015-01-15T17:01:19","modified_gmt":"2015-01-15T16:01:19","slug":"ikea-eine-liebeserklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gambio.de\/blog\/ikea-eine-liebeserklaerung\/","title":{"rendered":"IKEA &#8211; Eine Liebeserkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p><strong>++++++++ Update (15.01.2015): Anrufe\u00a0von IKEA +++++++<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem ja heute zun\u00e4chst die Mahnung kam, erhielt ich inzwischen auch zwei Anrufe von IKEA:<\/p>\n<p><em>1. Anruf<br \/>\n<\/em>Erinnert ihr euch an den &#8222;besten Mann&#8220; aus dem IKEA in\u00a0Oldenburg? Er war schon damals der einzige, der sich richtig M\u00fche gegeben hat und genau dieser &#8222;beste Mann&#8220; hat mich heute angerufen. Er teilte mir mit, dass er die Geschichte gelesen h\u00e4tte und jetzt mit der Buchhaltung gekl\u00e4rt h\u00e4tte, dass die unberechtigte Rechnung und Mahnung zur\u00fcckgenommen w\u00fcrden. Wenn ich es richtig einsch\u00e4tze, hat er mit der ganzen Angelegenheit eigentlich nichts zu tun und hat aus Eigeninitiative gehandelt. Wenn es bei IKEA so etwas wie einen Mitarbeiter des Monats geben sollte: Er h\u00e4tte es mehr als verdient!<\/p>\n<p><em>2. Anruf<br \/>\n<\/em>Dann gab es eben noch einen zweiten Anruf von IKEA. Der zust\u00e4ndige Abteilungsleiter (habe mir die Position nicht genau gemerkt) rief an und entschuldigte sich nochmal f\u00fcr alles. Er hat mir auch erkl\u00e4rt, wie man nun mit Hilfe meiner Schilderungen versuchen w\u00fcrde, die Prozesse weiter zu optimieren, damit solch ein Chaos zuk\u00fcnftig nicht mehr vorkommen kann. Ob das klappt, bleibt nat\u00fcrlich abzuwarten. F\u00fcr mich klang es schon so, als sei bei IKEA zumindest etwas in Gang gekommen, von daher bin ich zufrieden. Als kleine Entsch\u00e4digung m\u00f6chte IKEA uns au\u00dferdem einen 250 EUR Gutschein zukommen lassen.<\/p>\n<p><em>Fazit:<\/em><br \/>\nAls Kunde hat man gegen\u00fcber gro\u00dfen Konzernen oft das Gef\u00fchl der Ohnmacht, wenn man sich schlecht behandelt f\u00fchlt. Ich f\u00fchlte mich in diesem Fall schlecht behandelt, und wollte dieses Ohnmachtsgef\u00fchl durch die Ver\u00f6ffentlichung meines Textes bek\u00e4mpfen. Das hat super geklappt, von daher war mein Ziel schon mit der Ver\u00f6ffentlichung erreicht. Es war nicht mein Ziel, IKEA schlecht zu machen oder etwas f\u00fcr uns dabei herauszuholen.<\/p>\n<p>Wir selbst sind ein Dienstleistungsunternehmen und wei\u00df Gott, auch bei uns gehen Dinge in die Hose. Von daher wei\u00df ich, dass so etwas vorkommt. Wichtig ist, wie man mit solchen Fehlern umgeht, und ob man ernsthaft versucht, es zuk\u00fcnftig besser zu machen. Bei uns ist das so, und wenn mein Text nun auch bei IKEA etwas in diese Richtung angesto\u00dfen hat, dann freue ich mich dar\u00fcber.<\/p>\n<p><em>Zuletzt noch einige Worte zu dem von IKEA versprochenen 250 EUR Gutschein:<br \/>\n<\/em>Ich habe dem freundlichen Mitarbeiter gesagt, dass das nicht n\u00f6tig sei und dass es mir darum bei der Aktion nicht ging. Um diesbez\u00fcglich jeglichen Zweifel auszur\u00e4umen, habe ich mich f\u00fcr Folgendes entschieden: Im privaten Kreis (die Firma hat nichts damit zu tun), tun wir uns in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden zusammen, um gemeinsam etwas Gutes zu tun. Dabei geht es nicht ums Spenden, sondern um das &#8218;Selbermachen&#8216;. In n\u00e4chster Zeit wird es wieder eine solche Aktion geben und dabei wird es darum gehen, einer Familie, die es verdient hat, die Wohnung auf Vordermann zu bringen. F\u00fcr diese Aktion k\u00f6nnen wir jeden Euro gut gebrauchen und werden den Gutschein daf\u00fcr einsetzen. So dient die ganze Sache am Ende noch einem guten Zweck \ud83d\ude09<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist diese Angelegenheit damit erstmal erledigt. Zumindest bis zum n\u00e4chsten Einkauf&#8230;<\/p>\n<p>Es war mir eine Ehre!<\/p>\n<p><strong>++++++++ Update (15.01.2015): Post\u00a0von IKEA +++++++<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eins muss man euch lassen IKEA: Auf euch ist Verlass!<br \/>\nGenau eine Woche nachdem ihr mir versichert habt, die Buchhaltung in Oldenburg informiert zu haben, kam heute tats\u00e4chlich Post aus Oldenburg.\u00a0Eine Zahlungserinnerung mit Datum von gestern (<a href=\"https:\/\/www.gambio.de\/files\/ikea-ze.png\">Hier klicken<\/a>). L\u00e4uft bei euch!<\/p>\n<p><strong>++++++++ Update (09.01.2015): Erste Reaktion von IKEA +++++++<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nat\u00fcrlich habe ich auch IKEA \u00fcber diesen Artikel informiert. Da es aber ja erfahrungsgem\u00e4\u00df gar nicht so einfach ist, jemanden bei IKEA zu erreichen, habe ich mich f\u00fcr Facebook entschieden. Es gab sogar schon eine (wie ich finde langweilige) Reaktion. Aber seht selbst: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/IKEAdeutschland\/posts\/826961207345927\">https:\/\/www.facebook.com\/IKEAdeutschland\/posts\/826961207345927<\/a><\/p>\n<p><strong>+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hejjj IKEA,<\/p>\n<p>hiermit m\u00f6chte ich euch zur Wahl zum kundenorientiertesten Unternehmen 2014\/2015 vorschlagen. Meine Geschichte ist leider etwas l\u00e4nger geworden, entschuldigt bitte:<\/p>\n<p>Ich bin Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Gambio, einer Softwarefirma. Da wir neue B\u00fcror\u00e4ume angemietet haben, wollten wir diese mit <strong>B\u00fcrom\u00f6beln von <a href=\"http:\/\/www.ikea.de\">IKEA<\/a><\/strong>, genauer 43 neuen Schreibtischen ausstatten. Wir haben uns f\u00fcr den GALANT aus der IKEA Business Serie entschieden. Der Auftrag war also eigentlich ganz einfach:<\/p>\n<p><em>43 x Schreibtisch GALANT <\/em><br \/>\n<em>1 x Lieferung nach Bremen <\/em><br \/>\n<em>1 x Rechnung ausgestellt auf unsere Firma<\/em><\/p>\n<p>Wirklich einfach oder? Ab jetzt beschreibe ich mal chronologisch was bis heute geschah:<!--more--><\/p>\n<p><em>23.10.2014<\/em><br \/>\nDie 43 Tische werden online bestellt (Bestellnummer 592696077). Die Bestellung wird best\u00e4tigt, als Lieferdatum wird der 04.11.2014 angegeben. Bestellwert ist immerhin 4.406 EUR.<br \/>\n<em><br \/>\n28.10.2014<\/em><br \/>\nPer Mail wird mir mitgeteilt, dass sich die Lieferung verz\u00f6gert. Voraussichtlich w\u00fcrde erst in KW 48 geliefert werden k\u00f6nnen (24.11. &#8211; 30.11.2014).<br \/>\n<em><br \/>\n28.10.2014<\/em><br \/>\nAnruf bei der in der Mail-Signatur angegebenen Nummer. Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit in der Warteschleife, teilt mir die nette Mitarbeiterin mit, dass sie jetzt aber auch nicht sicher sagen k\u00f6nne, ob es denn dann in KW 48 wirklich mit der Lieferung klappen w\u00fcrde. Ich erkl\u00e4re ihr, dass das ziemlich bl\u00f6d ist, da wir schlie\u00dflich ein B\u00fcro gemietet haben, f\u00fcr welches wir Miete zahlen und welches wir ab dem 10. November nutzen wollten. Ohne Tische kann in den meisten B\u00fcros kaum gearbeitet werden \u2013 bei uns auch nicht. Ich frage sie, was sie mir vorschlagen w\u00fcrde. Sie sagt, sie k\u00f6nne nichts tun, aber sie w\u00fcrde mal in den Filialen schauen, ob noch 43 Tische vorr\u00e4tig w\u00e4ren. Die n\u00e4chste Filliale ist Brinkum. Dort sind die Tische leider nicht mehr in ausreichender Zahl vorhanden. Wohl aber in Oldenburg. Das ist ca. 50 km weiter entfernt, da wir aber ja eh liefern lassen wollen, ist mir das egal. Ich bitte die Dame einfach zu veranlassen, dass unsere Online-Bestellung von dort an uns ausgeliefert wird. Sie teilt mir mit, dass das nicht ginge, da Online- und Ladengesch\u00e4ft getrennt seien. Ich erkl\u00e4re ihr, dass das ziemlich bl\u00f6d sei. Keine Tische, kein B\u00fcro&#8230; Ich frage nach einer L\u00f6sung. Sie teilt mir mit, dass es ganz einfach sei. Wir m\u00fcssten einfach nur selbst zur Filiale in Oldenburg fahren, uns dort kurz beim Service melden und mitteilen, dass wir online bestellt h\u00e4tten und da das nicht klappt, m\u00f6chten wir nun die Tische vor Ort kaufen und liefern lassen. Da ich keine andere M\u00f6glichkeit sehe, stimme ich zu.<br \/>\n<em><br \/>\n29.10.2014<\/em><br \/>\nZu zweit fahren wir ca. 50 km (ein Weg) in die Filiale in Oldenburg.<\/p>\n<p><em>Station 1:<\/em> Wir begeben uns direkt zum Schalter f\u00fcr Lieferungen. Schlie\u00dflich m\u00f6chten wir etwas geliefert bekommen. Nach kurzer Wartezeit sind wir dran. Wir erkl\u00e4ren dem Mitarbeiter, dass wir eigentlich online bestellt h\u00e4tten, dort sei die Lieferung jedoch nicht m\u00f6glich gewesen, aber man habe uns nach Oldenburg verwiesen, da hier noch ausreichend Tische auf Lager seien. Wir w\u00fcrden diese nun gern kaufen, bezahlen und m\u00f6glichst bald geliefert bekommen. Der freundliche Mitarbeiter sagt, dass wir bei ihm falsch seien und verweist uns an den Service-Schalter nebenan.<\/p>\n<p><em>Station 2:<\/em> Wir ziehen eine Nummer. Nach ca. 20 Minuten sind wir dran. Wir erkl\u00e4ren der Mitarbeiterin am Service-Schalter, dass wir eigentlich online bestellt h\u00e4tten, dort sei die Lieferung jedoch nicht m\u00f6glich gewesen aber man habe uns nach Oldenburg verwiesen, da hier noch ausreichend Tische auf Lager seien. Wir w\u00fcrden diese nun gern kaufen, bezahlen und m\u00f6glichst bald geliefert bekommen. Wir teilen ihr mit, dass der Kollege vom Schalter f\u00fcr Lieferungen, uns an sie verwiesen habe. Die Dame schaut sich unsere Unterlagen an und sieht im System nach, wieviele Tische noch auf Lager sind. Sie ist sich nicht ganz sicher und teilt uns mit, dass wir bei ihr auch eigentlich falsch seien. Wir sollten doch einmal in die SB-Halle gehen und selbst nachz\u00e4hlen wieviele Tische vorhanden seien. Anschlie\u00dfend sollten wir uns bei den Kollegen am Servicepoint in der SB-Halle melden und alles Weitere mit ihnen kl\u00e4ren.<\/p>\n<p><em>Station 3:<\/em> Wir haben das Regal gefunden und z\u00e4hlen die Tische. Es sind ca. 20 Tische (Tischplatten, Untergestelle und jeweils 4 Beine vorhanden). Mit dieser Info begeben wir uns an den Servicepoint in der SB-Halle.<\/p>\n<p><em>Station 4:<\/em> Wir stehen am Servicepoint in der SB-Halle und nach ca. 15 Minuten Wartezeit sind wir dran. Wir erkl\u00e4ren dem Mitarbeiter, dass wir eigentlich online bestellt h\u00e4tten, dort sei die Lieferung jedoch nicht m\u00f6glich gewesen aber man h\u00e4tte uns nach Oldenburg verwiesen, da hier noch ausreichend Tische auf Lager seien. Wir w\u00fcrden diese nun gern kaufen, bezahlen und m\u00f6glichst bald geliefert bekommen.Wir erkl\u00e4ren ihm, dass die Dame am Service-Schalter sich unsicher war, uns aufgetragen hat, nachzuz\u00e4hlen wieviele Tische vorhanden seien und wir uns dann an den Servicepoint in der SB-Halle wenden sollten. Wir erkl\u00e4ren dem Mitarbeiter dass ca. 20 Tische vorhanden seien, aber wir am Telefon extra nach Oldenburg geschickt wurden, weil hier noch alle 43 Tische lagernd sein sollten. Der Mitarbeiter teilt uns mit, dass wir bei ihm falsch seien. Es w\u00fcrde sich ja um eine Liefergeschichte handeln. Wir sollten uns doch bitte zum Schalter f\u00fcr Lieferungen gehen. Ich teile ihm mit, dass wir da bereits waren. Von dort seien wir an den Service-Schalter verwiesen worden und von dort an ihn. Ich bat um Verst\u00e4ndnis, dass wir nun, nachdem wir bereits alle verf\u00fcgbaren Schalter-Arten abgeklappert h\u00e4tten nicht wieder vorne anfangen wollten und bat ihn freundlich, sich der Sache doch bitte nun anzunehmen. Er stimmt zu und setzt sich an seinen Computer. Dieser funktioniert jedoch nicht richtig. Ein Kollege muss gerufen werden. Nach kurzer Zeit ist\u00a0der Kollege da und das Problem kann\u00a0gel\u00f6st werden. Der Mitarbeiter schaut sich den Lagerbestand an und teilt uns mit dass noch gen\u00fcgend Tische am Lager seien. Wir sagen ihm, dass wir nur ca. 20 Tische gez\u00e4hlt haben. Er teilt uns mit, dass weitere Tische in der SB-Halle im oberen Regal gelagert w\u00e4ren. Sie seien also verf\u00fcgbar, allerdings k\u00f6nnten diese Tische erst nach Ladenschluss ausgelagert werden, da daf\u00fcr Gabelstabler n\u00f6tig seien und die k\u00f6nnten in der SB-Halle nicht fahren, solange Kunden anwesend seien. Ich sage ihm, dass das kein Problem sei, da wir die Tische ja eh geliefert haben m\u00f6chten. Er bittet uns nun zur\u00fcck zum Service-Schalter zu gehen, damit dort der Auftrag geschrieben werden konnte. Ich lehne mit der Begr\u00fcndung ab, dass wir dort ja schon waren und an ihn verwiesen wurden. Der Mitarbeiter hat Verst\u00e4ndnis f\u00fcr unsere Situation, ist aber ver\u00e4rgert \u00fcber die Kollegen. Er ruft beim Service-Schalter an und diskutiert mit der Kollegin. Anschlie\u00dfend sagt er uns, er w\u00fcrde uns nun den Auftrag schreiben. Ich teile ihm mit, dass wir eine Rechnung mit unserer Adresse drauf br\u00e4uchten und gebe ihm die Daten. W\u00e4hrend er den Auftrag schreibt merkt der Mitarbeiter, dass zwar alle Tischplatten und Untergestelle verf\u00fcgbar sind, bei den Tischbeinen wird es jedoch knapp. Statt der ben\u00f6tigten 172 Beine sind doch nur noch 166 Beine verf\u00fcgbar. Inzwischen leicht geschw\u00e4cht, teile ich ihm mit, dass ich nicht verstehe, weshalb uns am Telefon gesagt wird, es sei alles in ausreichender Menge verf\u00fcgbar, wenn das dann doch nicht stimme. Ich einige mich aber schnell darauf mit ihm, dass wir einfach die verf\u00fcgbaren 166 Beine nehmen w\u00fcrden und uns die fehlenden 6 Beine dann woanders besorgen. Er gibt alles in den Computer ein und ca. 10 Minuten und ein Druckerproblem sp\u00e4ter dr\u00fcckt er uns zwei Auftr\u00e4ge in die Hand. Einen Auftrag f\u00fcr die Tische (Platten, Untergestelle, Beine &#8211; 4227 EUR) und einen Auftrag f\u00fcr die Lieferung (149 EUR). Als Liefertermin wird der 12.11.2014 vereinbart. Zwar sp\u00e4ter als urspr\u00fcnglich geplant, aber &#8222;Hejjj, was solls.&#8220; Wir fragen den, ebenfalls erleichterten, Mitarbeiter wie es nun weitergeht. Er teilt uns mit, dass wir nun einfach mit beiden Auftr\u00e4gen an die Kasse gehen, die Auftr\u00e4ge dort vorlegen und bezahlen. Das w\u00e4re es dann f\u00fcr uns. Wir k\u00f6nnten nach Hause fahren und auf die Lieferung warten.<\/p>\n<p><em>Station 5:<\/em> Nach kurzer Wartezeit an der Kasse sind wir dran. Wir dr\u00fccken der freundlichen Kassiererin die beiden Auftr\u00e4ge in die Hand. Sie fragt uns was das sei. Wir erkl\u00e4ren ihr in Kurzfassung die Geschichte und dass der Kollege dort hinten (kurzes Winken) diese beiden Auftr\u00e4ge geschrieben habe und uns zur Zahlung an die Kasse geschickt habe. Die Mitarbeiterin teilt uns daraufhin mit, dass sie die Auftr\u00e4ge ja gar nicht abkassieren k\u00f6nne, da es ja gar keinen Barcode g\u00e4be. Wir k\u00f6nnen ihr auch nicht helfen und teilen ihr erneut mit, dass der Kollege sich sehr sicher gewesen sei, dass die Auftr\u00e4ge hier an der Kasse problemlos zu bezahlen seien. Die Kassiererin schaut sich die Zettel erneut an. Sie entdeckt auf dem obersten Auftrag nun doch einen Barcode und scannt diesen ein. Es handelt sich um den Auftrag f\u00fcr die Lieferung. Per EC-Karte bezahle ich 149 EUR. Die Kassiererin w\u00fcnscht uns einen sch\u00f6nen Tag. Ich teile ihr mit, dass das gerade ja nur der erste Auftrag f\u00fcr die Lieferung war und wir ja nun auch noch die Ware zahlen m\u00fcssten (4227 EUR). Sie schaut sich nun diesen Auftrag an und stellt fest, dass sie den nun wirklich nicht in die Kasse bekommt. Weshalb genau, verstehe ich nicht. Vielleicht wieder kein Barcode oder so. Sie sagt uns, dass wir doch bitte zum Schalter f\u00fcr die Lieferungen gehen sollten. Die kennen sich damit aus und dort k\u00f6nnen wir dann auch die Ware bezahlen. Ich sage ihr, dass wir das so nicht tun werden, denn wir w\u00e4ren inzwischen bereits an jedem Schalter gewesen und es h\u00e4tte nie irgendetwas funktioniert und da wir jetzt immerhin schon 149 EUR f\u00fcr die Lieferung bei ihr bezahlt h\u00e4tten, bitte ich sie, die Sache nun auch zu Ende zu bringen. Sie hat Verst\u00e4ndnis und sagt, dass sie die Kasse nun eh schlie\u00dfen wolle. Wir sollten schon einmal zum Schalter f\u00fcr die Lieferungen gehen, sie w\u00fcrde dann gleich nachkommen. Wir sind einverstanden.<\/p>\n<p><em>Station 6:<\/em> Der Schalter f\u00fcr Lieferungen ist momentan nicht besetzt, wir warten direkt davor, dass ein Mitarbeiter oder die Dame von der Kasse erscheint. Kurze Zeit sp\u00e4ter erscheint ein Mitarbeiter. In beiden Armen hat er gef\u00fchlte 30m Klebetiketten, \u00e4hnlich wie Paketscheine. Er l\u00e4uft an uns vorbei, wirkt leicht angefressen, wirft die Klebeetiketten in eine Ecke hinter den Schalter, setzt ein freundliches L\u00e4cheln auf und fragt uns, was er f\u00fcr uns tun k\u00f6nne. Wir erkl\u00e4ren ihm in Kurzfassung aber dennoch ausf\u00fchrlich, was sich bisher zugetragen hat. Er sieht uns grinsend an und sagt so etwas wie :&#8220;Ach ihr seid das.&#8220; Er sieht sich die beiden Auftr\u00e4ge an und fragt uns welcher Experte denn daf\u00fcr verantwortlich sei. Er erkl\u00e4rt uns, dass die (gef\u00fchlten) 30 m Klebetiketten, die er auf dem Arm hat, alle zu uns geh\u00f6ren, denn f\u00fcr jeden einzelnen Artikel wurde beim Buchen des Auftrags ein Klebetikett ausgedruckt. Bei 43 Tischplatten, 43 Untergestellen und 166 Beinen ergibt das immerhin 252 Etiketten. Er ist sichtlich genervt aber trotzdem freundlich und er macht einen wirklich kompetenten (!) Eindruck. Nachdem er sich einige Minuten mit unseren beiden Auftr\u00e4gen und seinem PC besch\u00e4ftigt hat, schaut er uns wieder an und teilt uns sinngem\u00e4\u00df mit &#8222;Sorry Jungs, aber das wird nichts. Wenn wir das so machen geht es in die Hose, das kann ich euch versprechen.&#8220; Endlich mal einer der Klartext redet. Er dreht seinen Monitor zu uns herum und zeigt uns die Verf\u00fcgbarkeit der bestellten Artikel. Er erkl\u00e4rt uns, dass zwar laut Lagerbestand alles in ausreichender Menge verf\u00fcgbar w\u00e4re, aber der Lagerbestand im System w\u00fcrde eigentlich niemals mit dem realen Bestand \u00fcbereinstimmen. Bei den Tischplatten und den Untergestellen sieht er keine Probleme, davon seien gen\u00fcgend vorhanden. Bei den Tischbeinen habe der Kollege jedoch einfach den gesamten verf\u00fcgbaren Bestand in unseren Auftrag gebucht. Inzwischen ist auch die Kassiererin wie versprochen hinzugekommen. Der Mitarbeiter erkl\u00e4rt uns, dass er nicht verstehen k\u00f6nne, weshalb sein Kollege diesen Auftrag geschrieben habe, eigentlich w\u00fcrde jeder Mitarbeiter wissen, dass der Lagerbestand nie 100%ig stimme. Er bittet uns um einen kleinen Moment Geduld, da er nun erst einmal einigen Leuten den *** aufrei\u00dfen m\u00fcsse. Inzwischen haben wir uns vollst\u00e4ndig in unser Schicksal ergeben. Wir sind nicht mehr ver\u00e4rgert sondern nur noch am\u00fcsiert und gespannt was wohl als n\u00e4chstes passiert. Zudem haben wir nun wirklich den Eindruck, bei jemandem gelandet zu sein der wei\u00df was er tut. Guter Mann!<\/p>\n<p><em>Station 7:<\/em> Wir stehen noch immer vor dem Schalter f\u00fcr Lieferungen. W\u00e4hrend der Mitarbeiter telefoniert und wir warten, hat die hinzugekommene Kassiererin eine tolle Idee: &#8222;Sie k\u00f6nnen sich ja schonmal einen Wagen schnappen und die Ware zusammensuchen und herbringen.&#8220; Wir schauen sie entgeistert an. &#8222;H\u00e4?&#8220; Sie meint es ernst. Ich sage ihr, dass sie da wohl was falsch verstanden habe. Wir wollen die Ware ja gar nicht mitnehmen. Ich frage sie, ob sie sich daran erinnert, dass ich vor wenigen Minuten bei ihr an der Kasse bereits die 149 EUR f\u00fcr die Lieferung bezahlt h\u00e4tte. Sie kann sich erinnern, teilt mir jedoch mit, dass das eine mit dem Anderen nichts zu tun habe. Wir h\u00e4tten den Lieferservice gebucht, das bedeute aber nicht, dass die Ware von IKEA-Mitarbeitern zusammengesucht w\u00fcrde. Das w\u00fcrde jeder Kunde selbst tun und diese dann hier am Schalter f\u00fcr die Lieferungen abgeben, damit diese dann ausgeliefert werden kann. Ich frage sie, ob das ihr voller Ernst sei. Sie best\u00e4tigt das. Anscheinend bemerkt sie, wie es nun doch in mir zu brodeln beginnt. Um die Situation zu entsch\u00e4rfen, hat sie wieder eine Idee: &#8222;Ist aber kein Problem. Wenn Sie die Ware nicht selbst zusammensuchen m\u00f6chten, k\u00f6nnen Sie einfach unseren Einkaufsservice nutzen. Der kostet dann 25 EUR. Daf\u00fcr brauchen Sie sich dann aber um nichts weiter zu k\u00fcmmern&#8220;. Ich schaue Sie an und frage sie erneut, ob das wirklich ihr ernst sei. Ohne die Antwort abzuwarten erz\u00e4hle ich ihr ausf\u00fchrlich noch einmal die gesamte Geschichte. Anschlie\u00dfend frage ich sie, was denn w\u00e4re wenn ich jetzt losginge, um die Ware zusammenzusuchen. Immerhin haben wir den 29.10.2014 und die Lieferung soll erst am 12.11.2014 erfolgen. Sollen wir 252 Einzelteile unserer Bestellung schonmal in den LKW legen? Au\u00dferdem frage ich sie, wie wir denn an den Gro\u00dfteil der Ware herankommen sollen, der ja noch eingelagert ist. Ich frage mich ob es wohl OK w\u00e4re, wenn wir uns einen Gabelstapler nehmen und die Tische selbst in der SB-Halle auslagern w\u00fcrden, oder ob wir damit bis nach Ladenschluss warten sollten. Ich habe das Gef\u00fchl, sie merkt es nun selbst. Bevor sie aber etwas sagen kann, meldet sich der Kollege zu Wort. Er hat sein Telefonat beendet und sagt: &#8222;Hey Jungs, das ist wirklich Chaos und ich will das jetzt anst\u00e4ndig kl\u00e4ren, damit ihr eure Ware bekommt. Wie w\u00e4re es, wenn ich euch einen Gutschein f\u00fcrs Restaurant gebe, ihr geht was essen und ich kl\u00e4re das hier zu Ende ab.&#8220; Ich lehne freundlich ab und erkl\u00e4re ihm, dass wir eigentlich heute ganz gern noch wieder zur\u00fcck nach Bremen wollten. Ich schlage ihm vor, dass er das ganz in Ruhe kl\u00e4rt und mich dann einfach anruft. Er h\u00e4lt das dann auch f\u00fcr die bessere Idee und teilt uns mit, dass er auch gar nicht genau sagen k\u00f6nne wie lange das wohl dauern w\u00fcrde. Er notiert meine Nummer und ich mir seinen Namen f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle. Wir verabschieden uns von ihm und der Kassierin. Um 149 EUR f\u00fcr eine Lieferung \u00e4rmer, von der wir nicht wissen, ob sie jemals stattfinden wird, verlassen wir den IKEA in Oldenburg. Auf der Fahrt zur\u00fcck ins B\u00fcro sprechen wir wenig.<\/p>\n<p><em>30.10.2014<\/em><br \/>\nDas Handy klingelt. Eine nette Dame von IKEA ist dran. &#8222;Hallo Herr Schnadt, ich habe von Ihrer Odyssee gestern bei uns geh\u00f6rt, das tut mir wirklich leid. Der Kollege XY (bester Mann!) bat mich, mich bei Ihnen zu melden. Ihm war es wirklich ein Anliegen, dass wir die Sache jetzt kl\u00e4ren. Ich will ihnen auch gar nicht erkl\u00e4ren was genau da alles schief gelaufen ist und wo wir die Ware nun herbekommen, aber ich habe mich nun darum gek\u00fcmmert, dass sie ihre Tische am 12.11.2014 nach Bremen geliefert bekommen. Sie m\u00fcssen auch nicht extra nochmal nach Oldenburg kommen um zu bezahlen. Ich habe das nun ausnahmsweise so an die Buchhaltung weitergegeben, so dass sie in den n\u00e4chsten Tagen eine Rechnung bekommen. Die bezahlen Sie dann einfach und bekommen dann am 12.11.2014 die Lieferung von uns. Ich danke ihr und sage, dass ich hoffe, dass nun wirklich alles klappt. Ich bin tats\u00e4chlich \u00fcberrascht, \u00fcberhaupt einen R\u00fcckruf erhalten zu haben und dann noch so einen positiven. Wenige Tage sp\u00e4ter erhalten wir dann auch tats\u00e4chlich die Rechnung. Wir \u00fcberweisen sofort und hoffen auf die Lieferung&#8230;.<\/p>\n<p><em>11.11.2014<\/em><br \/>\nEinen Tag vor der avisierten Lieferung steht pl\u00f6tzlich ein LKW von der Firma &#8222;Hermes Einrichtungsservice&#8220; auf dem Hof. Die beiden freundlichen Fahrer teilen uns mit, sie h\u00e4tten eine Lieferung von IKEA f\u00fcr uns. Ich bin \u00fcberrascht. Ein Tag zu fr\u00fch ist besser als ein Tag zu sp\u00e4t. Ich helfe den beiden beim Entladen. Als alles ins neue B\u00fcro getragen ist, z\u00e4hle ich durch. Sicher ist sicher. Dabei f\u00e4llt mir auf, dass eine Tischplatte besch\u00e4digt ist. Der Fahrer sieht das genauso und notiert das. Ich beginne die Beine durchzuz\u00e4hlen. Bei genau 86 ist Schluss, eigentlich sollten es aber 166 sein. Ich frage die beiden Fahrer wo die restlichen 80 Beine sind. Sie sagen sie h\u00e4tten keine weiteren Beine. Wir sehen auf dem Lieferschein nach und einigen uns darauf, dass die dort angegebene Anzahl von 166 nicht mit der Zahl der gelieferten Beine \u00fcbereinstimmt. Ich erkl\u00e4re den beiden, dass das ein Problem sei, da wir bereits hinter unserem Zeitplan sind. Ohne Tischbeine keine Tische. Ohne Tische kein B\u00fcro. Die beiden verstehen das und versprechen, es so weiterzugeben und sich zu bem\u00fchen, dass wir schnellstm\u00f6glich Ersatz bekommen. Ich sage den beiden, dass ich wisse, dass sie nichts daf\u00fcr k\u00f6nnen, ich aber trotzdem genervt sei. Sie verstehen das und verabschieden sich.<\/p>\n<p><em>11.11.2014<\/em><br \/>\nNur wenige Minuten nachdem die beiden Fahrer den Hof verlassen haben klingelt mein Telefon. Eine Dame (nicht sonderlich nett) ist dran und teilt mir mit, dass sie gerade von den Fahrern eine Reklamation \u00fcbermittelt bekommen habe. Ich best\u00e4tige das und erkl\u00e4re ihr in Kurzfassung die ganze Geschichte um ihr deutlich zu machen, dass wir wirklich dringend diese 80 Tischbeine ben\u00f6tigen. Sie sagt mir, dass sie auch nichts daf\u00fcr k\u00f6nne und auch nicht wisse wo das Problem entstanden sei, denn die Tischbeine seien verf\u00fcgbar, w\u00e4ren nur einfach nicht auf den LKW verladen worden. Sie will nun aber eine Nachlieferung veranlassen. Ich frage nach, wann diese Nachlieferung erfolgen wird. Sie schaut kurz nach und teilt mir mit, das der n\u00e4chstm\u00f6gliche Termin der 21.11.2014 w\u00e4re. Ich sage ihr, dass wir solange nicht warten k\u00f6nnten und bitte sie, die fehlenden Beine gleich morgen zu liefern. Sie antwortet, dass sei unm\u00f6glich, die Touren seien alle bereits geplant, vor dem 21.11. gehe gar nichts. Ich frage sie, ob sie mir vorhin bei meiner Geschichte zugeh\u00f6rt habe und ob sie nicht auch der Meinung sei, dass bei diesem Auftrag nun bereits genug Sch*** passiert sei. Ich sage ihr, dass mir egal ist, wie sie es mache, aber ich habe die Lieferung nicht verbockt, deshalb sei ich auch nicht bereit die Sache auszubaden. Sie versteht nicht, weshalb ich ihr nun die Schuld in die Schuhe schieben will. Ich erkl\u00e4re ihr, dass ich ihr nicht die Schuld in die Schuhe schiebe und wei\u00df, dass sie pers\u00f6nlich nichts daf\u00fcr kann. Ich erkl\u00e4re ihr aber auch, dass ich nun mal eine Lieferung vereinbart und bezahlt habe und da der Fehler eindeutig auf der Seite ihres Unternehmens liege, w\u00fcrde ich jetzt auch von ihrer Seite fordern, dass sie es sich nicht so leicht macht und sich selbst bem\u00fcht eine L\u00f6sung zu schaffen. Sie ist maulig, aber sie hat eine Idee: Die 80 Tischbeine liegen in Oldenburg. Ich k\u00f6nne sie sich doch einfach abholen, wenn es so dringend ist. Ich frage sie, ob das ihr verdammter Ernst sei. Ich bezahlte 149 EUR f\u00fcr eine Lieferung, bekomme nur die H\u00e4lfte und soll mir die andere H\u00e4lfte selbst abholen? Ich sage ihr deutlich, dass das f\u00fcr mich keine L\u00f6sung sei, mal davon abgesehen dass ich weder ein Auto habe, in das eine Palette Beine passen, noch die Zeit, mich oder einen Mitarbeiter einen halben Tag durch die Gegend fahren zu lassen. Sie versteht das und hat eine andere Idee: &#8222;Beauftragen Sie doch einfach eine Spedition.&#8220; Ich frage sie erneut, ob das ihr verdammter Ernst sei und sage ihr, dass ich das bereits getan habe. Schlie\u00dflich sei sie von der Spedition die ich beauftragt und bezahlt habe. Ich mache Ihr einen Gegenvorschlag: &#8222;Beauftragen Sie doch einfach eine Spedition, wenn ihre eigene Spedition nicht zur Lieferung in der Lage ist.&#8220; Sie sieht daf\u00fcr keine Veranlassung, schlie\u00dflich habe sie mir die Lieferung ja f\u00fcr den 21.11.2014 angeboten. Ich gebe mich geschlagen und bitte sie zur Sicherheit die Nachlieferung erstmal f\u00fcr den 21.11. einzutragen. Au\u00dferdem bitte ich Sie zu veranlassen, dass ich noch einmal von IKEA Oldenburg zur\u00fcckgerufen werde. Dort kennt man mich ja inzwischen schon und ich hoffe darauf, dass dort vielleicht doch noch jemand sitzt, der sich der Sache annimmt. Sie sagt mir den R\u00fcckruf zu und verabschiedet sich.<\/p>\n<p>Ich \u00fcberlege mir, wie es nun weitergehen soll. Wir brauchen die Tische zwar eigentlich dringend, aber ich bin nicht bereit, mir jetzt selbst einen Transporter zu mieten und mich darum zu k\u00fcmmern. Ich beschlie\u00dfe es darauf ankommen zu lassen und die Mitarbeiter hier zur Not, f\u00fcr einige Tage an provisorischen Tisch-L\u00f6sungen arbeiten zu lassen. Ich bin traurig und entt\u00e4uscht, finde aber irgendwie auch alles zum Lachen. Heute beginnt die Karnevals-Saison \ud83d\ude09<\/p>\n<p><em>15.11.2014<\/em><br \/>\nEs gab keinen R\u00fcckruf von IKEA Oldenburg. Ich habe die Hoffnung darauf nun aufgegeben. Mit der Situation haben wir uns arrangiert. Wir warten nun einfach auf die Lieferung am 21.11.2014 &#8211; das ist der kommende Freitag.<\/p>\n<p><em>21.11.2014<\/em><br \/>\nEs ist vormittags und mein Handy klingelt. Die Spedition (Hermes Einrichtungsservice) ist dran. Ich bin positiv \u00fcberascht, da ich davon ausgehe, dass die Lieferung nun avisiert wird. Leider falsch. Es findet folgender Dialog statt:<\/p>\n<p><em>Dame von Hermes:<\/em><br \/>\nWir k\u00f6nnen leider heute nicht liefern.<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nNicht Ihr ernst?! Warum nicht?<\/p>\n<p><em>Dame von Hermes:<\/em><br \/>\nDer LKW ist zu gro\u00df und passt nicht unter der Br\u00fccke durch.<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nWelche Br\u00fccke?<\/p>\n<p><em>Dame von Hermes:<\/em><br \/>\nDie bei Ihnen im die Ecke. Die ist zu niedrig.<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nDann fahren Sie doch anders herum. Unser B\u00fcro liegt direkt am Autobahnzubringer und ist ohne Br\u00fccke \u00fcber diverse Routen perfekt zu erreichen. (Anmerkung: Nebenan ist eine Spedition, die haben meines Wissens auch wenig Probleme bei der An- und Abfahrt).<\/p>\n<p><em>Dame von Hermes:<\/em><br \/>\nAndersrum fahren geht nicht, die fahren ja nach Navi.<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nMeinen Sie das ernst? Sind Sie eine Spedition, oder was?<\/p>\n<p><em>Dame von Hermes:<\/em><br \/>\nEs tut mir leid, aber das geht nun leider nicht anders.<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nIch brauche diese verdammten Tischbeine, sagen Sie Ihren Fahrern, dass sie hier ganz problemlos mit dem gr\u00f6\u00dften LKW der Erde herfahren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Dame von Hermes:<\/em><br \/>\nDas bringt nichts, die Tischbeine wurden ja heute morgen gar nicht geladen, als klar war, dass die Lieferung wegen der Br\u00fccke nicht m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nWarum rufen Sie mich dann jetzt an und nicht heute morgen.<\/p>\n<p><em>Dame von Hermes:<\/em><br \/>\nHabe ich ja versucht.<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nWann? Ich habe heute keinen Anruf erhalten oder verpasst.<\/p>\n<p><em>Dame von Hermes:<\/em><br \/>\nJa, ich hatte Ihre Nummer ja auch nicht.<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nAlso haben Sie nicht angerufen. Aber jetzt rufen Sie mich ja an, also haben Sie meine Nummer ja doch.<\/p>\n<p><em>Dame von Hermes:<\/em><br \/>\nJa, die steht ja auch auf dem Lieferschein, aber den hatte ich heute morgen noch nicht.<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nOK, lassen wir das. Mir ist egal wie oder warum Sie der Meinung sind, nicht liefern zu k\u00f6nnen, aber ich brauche diese Tischbeine und zwar bis sp\u00e4testens morgen fr\u00fch (Samstag) denn da haben wir Handwerker hier, die die Tische aufbauen sollen und ohne Tischbeine wird das mal wieder nichts. Sagen Sie den Fahrern sie sollen umdrehen, schicken Sie einen neuen Wagen los, mir egal.<\/p>\n<p><em>Dame von Hermes:<\/em><br \/>\nKleinen Moment, ich stelle Sie mal eben zu meinem Kollegen durch.<\/p>\n<p><em>Herr von Hermes:<\/em><br \/>\nHallo, ich habe geh\u00f6rt es gibt ein Problem wegen einer Nachlieferung?!<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nJa, die Nachlieferung klappt angeblich wegen einer Br\u00fccke nicht, das ist aber Quatsch. Ich brauche die Tischbeine bis mogen fr\u00fch, da kommen die Handwerker, mir ist egal wie.<\/p>\n<p><em>Herr von Hermes:<\/em><br \/>\nOK, verstehe. Ich kl\u00e4re das mal eben und rufe Sie dann gleich zur\u00fcck.<\/p>\n<p><em>Einige Minuten sp\u00e4ter:<\/em><\/p>\n<p><em>Herr von Hermes:<\/em><br \/>\nIch habe das nun gekl\u00e4rt. Wir schicken morgen (Samstag) zwei Fahrer zu IKEA nach Brinkum, dort holen sie die Tischbeine ab und bringen sie dann zu Ihnen. Ist es OK wenn wir bis sp\u00e4testens 12 Uhr bei Ihnen sind.<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nJa, wenn Sie wirklich bis 12 Uhr hier sind, ist das OK, ich sage dann den Handwerkern, dass sie etwas sp\u00e4ter kommen sollen. Da ansonsten aber normalerweise am Samstag niemand da ist, sagen Sie den Fahrern bitte, dass sie mich kurz anrufen sollen, wenn sie bei IKEA losfahren, damit ich dann auch rechtzeitig hier bin.<\/p>\n<p><em>Herr von Hermes:<\/em><br \/>\nAlles klar, habe ich auf dem Lieferschein vermerkt, die Fahrer melden sich dann.<\/p>\n<p><em>Ich:<\/em><br \/>\nDanke, ich hoffe das klappt alles.<\/p>\n<p><em>22.11.2014<\/em><br \/>\nWeil heute Samstag ist, wir die Tischbeine unbedingt brauchen und ich vermeiden will, dass es daran scheitert, das niemand die Lieferung annehmen kann, fahre ich um 8 Uhr ins B\u00fcro. Gute Entscheidung, denn nat\u00fcrlich ruft mich niemand vorher an. Stattdessen steht der LKW irgendwann einfach auf dem Hof. Tats\u00e4chlich haben die beiden Fahrer alle 80 fehlenden Tischbeine dabei, laden sie ab und sind wieder weg. Ich kann mein Gl\u00fcck kaum fassen. Unsere Bestellung ist nun tats\u00e4chlich komplett. Unsere Handwerker k\u00f6nnen die Tische aufbauen und nur wenige Wochen nach dem urspr\u00fcnglich geplanten Termin, k\u00f6nnen wir nun wirklich in den neuen B\u00fcros arbeiten.<\/p>\n<p><em>27.11.2014<\/em><br \/>\nPer Post erhalten wir eine Rechnung \u00fcber 400 EUR f\u00fcr die nachgelieferten Tischbeine. Das Problem ist, dass wir ja bereits vor der ersten Lieferung eine Rechnung \u00fcber alles erhalten und nat\u00fcrlich sofort beglichen haben. Es muss sich wohl ein Missverst\u00e4ndnis halten. Ein kurzer Anruf sollte f\u00fcr Aufkl\u00e4rung sorgen.<\/p>\n<p><em>27.11.2014<\/em><br \/>\nAus dem Auto rufe ich die auf der Rechnung angegebene Nummer an. Ich h\u00e4nge in der Warteschleife und warte. Als ich nach ca. 30 Minuten Fahrt mein Ziel erreiche, h\u00e4nge ich noch immer in der Warteschleife. Da ich einen Termin habe, muss ich leider unverrichteter Dinge auflegen. Als der Termin beendet ist und ich wieder im Auto sitze, versuche ich es erneut. Wieder 30 Minuten sp\u00e4ter bin ich zur\u00fcck im B\u00fcro und h\u00e4nge noch immer in der Warteschleife. Inzwischen ca. auf Position 20. Ich stelle das Handy auf laut, lege es auf den Tisch und beginne zu arbeiten. Gemeinsam mit den Kollegen im B\u00fcro wird jede gutgemachte Position in der Warteschleife bejubelt. Alle drei Songs die in der Warteschleife laufen, k\u00f6nnen wir bald auswendig. Nach nicht weniger als 119 Minuten in der Warteschleife haben wir es geschafft, zumindest fast, Position 1 in der Warteschleife. Dann wird die Verbindung getrennt. Im B\u00fcro ist es kurz ganz still. Nach zwei Stunden einfach aufgelegt. Das ist fies. Der Fairness halber muss ich allerdings sagen, dass es theoretisch auch sein k\u00f6nnte, dass der Netzbetreiber Verbindungen automatisch nach 2 Stunden trennt, an der Sache \u00e4ndert es nichts. Wieder zwei Stunden Lebenszeit an IKEA verschwendet. Ich bin ersch\u00f6pft, mache Feierabend, gehe ein Bier trinken.<\/p>\n<p><em>ca. 03.12.2014<\/em><br \/>\nIch f\u00fchle mich wieder stark genug es noch einmal zu versuchen. Sitze wieder mit den Kollegen im B\u00fcro und begebe mich wieder in die Warteschleife. Heute geht es etwas \u201eschneller\u201c, nach ca. 30 Minuten bin ich tats\u00e4chlich dran. Ein echter Mensch begr\u00fc\u00dft mich freundlich am Telefon. Ich erz\u00e4hle meine Geschichte und dass ich nun eine Rechnung f\u00fcr nachgelieferte Tischbeine bekommen habe, die l\u00e4ngst schon \u00fcber eine andere Rechnung berechnet und bezahlt wurden. Ganz einfach, denke ich, aber die nette Dame versteht es nicht. Ich erkl\u00e4re es nochmal und dann nochmal mit anderen Worten. Sie versteht nicht so ganz was nun mein Problem ist. Ich erkl\u00e4re es ihr noch einmal. Nun gibt die Dame zumindest vor, das Problem verstanden zu haben. Sie sagt, Sie gebe den Vorgang nun an die Buchhaltung weiter und die Kollegen w\u00fcrden sich dann umgehend nochmal melden.<\/p>\n<p>Inzwischen haben wir 2015. Die R\u00fcckmeldung gab es nat\u00fcrlich nie, aber \u201eHejjj, was solls\u201c.<\/p>\n<p>Liebe IKEA-Mitarbeiter, das alles hat sich wirklich so zugetragen. Alle genannten Daten entstammen meinem Ged\u00e4chtnis d\u00fcrften aber bis auf geringf\u00fcgige Abweichungen korrekt sein. Auch Zitate, Dialoge etc. habe ich aus dem Ged\u00e4chtnis sinngem\u00e4\u00df wiedergegeben. \u00a0Ich wollte einfach nur 43 x den gleichen Tisch geliefert bekommen. Nichts aber auch gar nichts hat geklappt, stattdessen wurde das Chaos nur gr\u00f6\u00dfer und gr\u00f6\u00dfer. Ihr habt mir in den vergangenen Monaten wirklich eine Menge Zeit und Nerven geraubt, dieser Text ist mein Ventil zur Verarbeitung dieses Traumas, ihr habt daf\u00fcr sicher Verst\u00e4ndnis. Falls nicht, h\u00e4ngt euch doch einfach selbst mal 2 Stunden in eure Warteschleife, dann wisst ihr was ich meine \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Zu entschuldigen braucht ihr euch f\u00fcr all das wirklich nicht. Das habt ihr zwischendurch ja schon mehrmals, nur besser wurde es trotzdem nicht. Eure Entschuldigungen haben deshalb f\u00fcr mich keinen Wert mehr. Ich w\u00fcnsche euch weiterhin alles Gute und euren Kunden viel Gl\u00fcck und viel Geduld!<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nDaniel Schnadt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>To be continued&#8230;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>++++++++ Update (15.01.2015): Anrufe\u00a0von IKEA +++++++ Nachdem ja heute zun\u00e4chst die Mahnung kam, erhielt ich inzwischen auch zwei Anrufe von IKEA: 1. 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