Wir haben das ausprobiert, bzw. mein Mann war stinkig auf PayPal wegen Problemen mit denen und etlichen Medienberichten über ähnlich krasses Vorgehen des Vereins, daß er PP aus dem anderen Shop rausgeworfen hat. Der Umsatzeinbruch war verheerend. Der Dickschädel einen gewissen Herrn war nachhaltig und so sind uns 2 Jahre lang die Gewinne so eingebrochen, daß man den Shop auch hätte schließen können. Glück sei Dank hatte er irgendwann ein Einsehen. Kunden sind bequem, wir ja sicher auch, wer immer mit PP zahlt, will nicht plötzlich wieder auf Neandertaliges zurückgeworfen werden. Einige Stammkunden zahlen inzwischen trotzdem per Vorkasse, aber das sind keine 5%
Klingt dort zwar interessant, aber ich frage mich schon warum die Stejuhns das nicht im Rahmen ihrer bisherigen Module anbieten, sondern ganz frisch erst mal eine UG gründen, und unter der Marke g2commerce Support/Hosting/Paypal-Modul als einziges Produkt anbieten... Ob die richtig Stress mit Gambio erwarten, und dann nur die UG Hops gehen soll? Hm.
Hallo Michaela! Siehe AGB: 10 Beendigung der Supportvereinbarung ... 10.3 Im Fall von Gambio GX bleibt der Kunde berechtigt, die Software im Rahmen der ihm eingeräumten Lizenzen weiterhin zu nutzen. Ist dadurch klar beantwortet. Ja, auch wenn Du bei Self-Hosted Hub nicht benötigst und auch kein aktives Kundenportal gebucht hast (also auch keine Support-Tickets mehr anlegen kannst) kann der Shop weiterhin, wie bisher auch, genutzt werden. Grüße Walter
Hier geht es nicht um recht haben und ich weiß auch nicht, warum Du Dich offensichtlich auf mich "eingeschossen" zu haben scheinst. Will ich auch gar nicht wissen. Wir haben offenbar eine andere Einstellung zu den Dingen, was auch in Ordnung ist - zumindest aus meiner Sicht.
dass wir Händler die hohen Gebühren der Payment Service Provider (PSP wie PayPal, Klarna & Co.) ständig im Blick haben und nachverhandeln müssen, da gebe ich dir zu 100 % recht. Das ist ein massiver Kostenblock. Aber dein Vergleich hinkt hier leider kaufmännisch an einer ganz entscheidenden Stelle. Du vergleichst Äpfel mit Birnen – oder besser gesagt: echte Finanzdienstleistungen mit einer reinen Datenschnittstelle. 1. Leistung vs. reine Datenweiterleitung Ein PSP verlangt seine 1 bis 3 %, weil er ein echtes finanzielles Risiko trägt und handfeste Dienstleistungen erbringt: Er übernimmt die Bonitätsprüfung, bietet Käuferschutz, wickelt internationale Währungskonvertierungen ab, betreibt Betrugsprävention und garantiert mir im Idealfall den Zahlungseingang. Der Gambio Hub macht nichts davon. Er ist "nur" ein technisches Gateway. Er leitet den Datenstring vom Warenkorb an den PSP weiter. Und alle anderen Module hat Gambio ja gestrichen. Quasi eine Zwangssituation aufgebaut. Besonders bei Cloudshops. Für eine reine API-Datenweiterleitung eine prozentuale Gebühr auf den Warenkorbwert zu erheben, entbehrt jeder Grundlage. Nach dieser Logik müsste unser Paketdienstleister demnächst auch 0,5 % vom Warenwert fordern, nur weil das transportierte Paket wertvoller ist. Das Transport-Aufkommen (Daten oder Paket) bleibt aber exakt gleich. 2. Es ist kein Entweder-Oder, sondern "On Top" Die Realität ist aber: Wir zahlen die 1-3 % an PayPal ja weiterhin. Die 0,2 % von Gambio kommen als zusätzliche Steuer obendrauf. Nur weil ein anderer Dienstleister (berechtigterweise) teuer ist, ist das kein Freibrief für den Shop-Anbieter, sich an diesem Kuchen plötzlich auch noch prozentual zu bedienen. 3. Das Kickback-Prinzip Und nochmal zur Erinnerung: Ein Schnittstellen-Anbieter wie Gambio wird von den PSPs in der Regel bereits über Kickback-Provisionen für das durchgeleitete Volumen vergütet. Die hohen PSP-Gebühren, die du in deiner Rechnung aufzeigst, finanzieren den Hub also indirekt schon mit. Dass wir Händler nun für dieselbe Transaktion zusätzlich zur Kasse gebeten werden, nennt man doppeltes Abkassieren. Es geht hier also nicht ums "Rumheulen", sondern um völlig nüchternes Rechnen. Fixkosten für Infrastruktur und Software-Updates sind das eine. Eine prozentuale Umsatzbeteiligung für eine reine Datenschnittstelle (die wir zudem zwangsweise nutzen müssen) ist kaufmännisch einfach nicht vermittelbar – egal wie hoch die Gebühren anderer Dienstleister sind. Auch war das ein Grund für viele Gambio zu nutzen statt der Großen Player. Aber hey,m du bist doch Verkäufer. Wie reagieren deine Kunden wenn jetzt sowas einführst? Je höher der Warenkorbwert umso mehr kostet es. Das doch bestimmt eine Gelddruckidee oder?
da bist du nicht richtig im bilde! g2commerce sind mehrere Programmierer die sich zusammengeschlossen haben um eine gutgehende alternative zu schaffen, nach den wirren bei gambio seit der übernahme! und ärger mit gambio können sie nicht bekommen da es open source ist“
Der fehler liegt leider im System, die Paypal Gebühren hätten von anfang an immer der Kunde zahlen sollen, so wäre es richtig. Immerhin will doch der Kunde den Käuferschutz, dann soll er dafür auch extra zahlen. Stattdessen müssen wir die Artikelpreise erhöhen und das ist für alle schlecht. Bei der Gambiohub umsatzgebühr sieht es dagegen anders aus, für die Nutzung des GambioHubs kann der Händler durchaus ein wenig zahlen oder vorher auf den Artikelpreis aufschlagen. Dann kostet der Artikel eben nicht 200,00€ sondern 200,40€, das wird kaum ein Kunde stören.
dass der Kunde die Zahlungsgebühren extra zahlen sollte, ist ein netter Gedanke aus vergangenen Tagen, aber rechtlich mittlerweile ein absolutes No-Go. Seit Inkrafttreten der PSD2-Richtlinie (§ 270a BGB) im Jahr 2018 ist es uns Händlern gesetzlich verboten, für gängige Zahlungsmittel (wie SEPA, Kreditkarten und in der Folge auch PayPal) Extra-Gebühren vom Kunden zu verlangen. Wir *müssen* diese Kosten also zwangsläufig über die Artikel-Mischkalkulation einpreisen. Was mich an deiner Argumentation aber wirklich irritiert, ist der massive Widerspruch darin: Einerseits schreibst du völlig richtig, dass das Erhöhen der Artikelpreise wegen PayPal *"für alle schlecht"* ist. Exakt einen Satz später argumentierst du aber, dass wir die Gambio-Gebühr einfach genau so auf den Artikelpreis aufschlagen sollen, weil 200,40 € statt 200,00 € *"kaum einen Kunden stören"* würden. Warum ist der Aufschlag beim einen "für alle schlecht", beim anderen aber völlig in Ordnung und ein valides Geschäftsmodell? Die Realität im E-Commerce sieht leider anders aus: Wer seine Artikel nicht nur an Stammkunden verkauft, sondern auf Portalen wie Google Shopping, Idealo oder anderen Preisvergleichen gelistet ist, weiß genau: Diese 40 Cent stören sehr wohl. Sie entscheiden im harten Wettbewerb oft genau darüber, ob man den Verkauf (die Buy-Box) gewinnt oder ob der Konkurrent den Zuschlag bekommt. Der Online-Handel ist ein absolutes Margen- und Preisgeschäft. Wenn wir anfangen, diese Salamitaktik zu akzeptieren ("es sind ja nur 0,2 % hier und 0,4 % da, schlagt es halt drauf"), preisen wir uns Stück für Stück aus dem Markt. Es geht hier doch nicht darum, ob man kaufmännisch 40 Cent bei einer einzelnen Bestellung irgendwie verstecken kann. Es geht um das Prinzip, dass eine pauschale Infrastruktur (wie ein Daten-Hub) plötzlich in eine erfolgsabhängige Umsatzsteuer umgewandelt wird, der man sich aufgrund fehlender eigener Zahlungsmodule de facto nicht mehr entziehen kann. Und diesen kaufmännischen Präzedenzfall sollten wir als Händler sehr kritisch sehen, statt ihn einfach auf den Endkunden abwälzen zu wollen.
Ich kann den Dominik (übrigens Späte) ja leiden und er macht viele gute Tools, aber das Video ist ein Rohbau mit vielen Einschränkungen und man hört sogar das Wort "Umsatzbeteiligung" in Bezug auf shopify.
Weil es dir vielleicht in deinem Geschäft helfen kann möchte ich mir den Hinweise erlauben, dass du hier falsch liegst. Kreditkarte sind im Gesetz explizit erwähnt, Paypal nicht, daher darf für Paypal ohne weiteres ein Aufschlag erhoben werden. Entscheidung des BGH hier: https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/2021067.html Du verwechselst das vermutlich mit der AGB-Änderung, die Paypal sofort nach Inkrafttreten der Regelung eingeführt hat. Sie wollten nämlich genau das verhindern. Lustigerweise haben wir jahrelang einen Aufschlag für Paypal genommen, mir war das komplett egal und denen offenbar auch. Also, auch das ruhig mal ausprobieren. Das war unser erster Schritt Richtung PSP-Freiheit. Am Ende haben wir 5% Aufschlag für Paypal genommen. Haben hin und wieder ne schlechte Bewertung dafür kassiert aber insgesamt prima dran verdient. Hab gerade nochmal geschaut, Ende 2023 jeden Monat über 1000 EUR nur Zusatzgebühen für Paypal. Good times.
da gebe ich dir recht und bedanke mich für die Korrektur: Das BGH-Urteil von 2021 hatte ich in dem Kontext tatsächlich nicht mehr auf dem Schirm. Rein rechtlich darf man den Aufschlag für PayPal erheben. Aber du sprichst das eigentliche Problem ja im selben Atemzug selbst an: PayPal verbietet genau das strengstens in seinen eigenen AGB. Dass du das jahrelang ignoriert hast, damit durchgekommen bist und dafür sogar bereitwillig schlechte Kundenbewertungen in Kauf genommen hast, freut mich für dich. Für 99 % der ernsthaften Shopbetreiber ist das aber schlichtweg keine Option. Wer riskiert schon eine komplette Sperrung seines PayPal-Kontos (und damit einen massiven Umsatzeinbruch) oder zerschießt sich wissentlich die eigene Shop-Reputation, nur um Gebühren abzuwälzen? Das ist in der Praxis also keine Lösung für uns Händler. Aber lass uns zurück zum eigentlichen Thema kommen: Gambio. Wenn wir uns mal die Historie anschauen, wird doch klar, warum diese neue Gebühr für so viele von uns ein echter Schlag ins Gesicht ist: Die Ursprünge: Gambio basiert auf xt:Commerce. Es war anfangs frei und kostenlos. Das Geschäftsmodell war ehrlich und fair: Man hat für exzellenten Support und Updates (Support-Verträge) bezahlt. Der Hub kommt: Dann wurde der Hub eingeführt und irgendwann mit einer jährlichen Fixgebühr versehen. Die offizielle Begründung? Rechtliche und technische Notwendigkeiten, um die Schnittstellen sicher zu halten. Haben wir alle verstanden und zähneknirschend bezahlt. Der jetzige Bruch: Und nun wird aus einem fixen Preis plötzlich ein prozentualer Aufschlag auf unseren Umsatz. Bei Cloud-Shops sogar bis zu 1,5 %! 0,2 % klingen im reinen Marketing-Sprech vielleicht erstmal nach "nicht viel". Aber meine Tabelle oben hat ja glasklar gezeigt, über welche absurden Preiserhöhungen wir hier reden. Dieses Geld fehlt dem Händler am Ende des Jahres schlichtweg als Reingewinn in der Kasse. Es ist auch eine Frage der Wertschätzung: Hätte sich Gambio in der jüngeren Vergangenheit aktiv um seine Händler gekümmert, wäre die Pille vielleicht leichter zu schlucken. Aber die Realität ist doch: Gefühlt sind extrem viele gute Leute (und Urgesteine) bei Gambio gegangen, es herrschte lange Zeit kommunikative Funkstille und Dinge, auf die wir jahrelang warten (wie ein richtiger App Store), lassen auf sich warten. Und nach dieser Funkstille wird uns dann mit relativ kurzem Vorlauf eine solche Zwangsgebühr durch die Hintertür präsentiert. Eine ehrliche, fixe Anpassung der Grundgebühr für die Hub-Nutzung hätten wir Händler verstanden. Aber eine prozentuale Umsatzsteuer für ein Gateway einzuführen – in einem System, in dem man durch fehlende direkte Module faktisch eingesperrt ist – macht das frühere "Miteinander" endgültig kaputt.