zunächst einmal danke, dass sich nun offiziell zu Wort gemeldet wird. Wenn man sich die Reaktionen hier im Thread durchliest (und ja, einige Kollegen haben nach über 10 Jahren bereits die Kündigung eingereicht), wird deutlich, dass das Thema tiefer sitzt als nur der erste Schock über eine Preisliste. Wenn man eure Erklärungen aus kaufmännischer und technischer Sicht analysiert, bleiben leider massive Fragezeichen bestehen. Ich möchte das gerne an drei konkreten Punkten festmachen: 1. Der rhetorische Trick mit den "10 Euro" (Sorge kleiner Shops) Es ist ein klassischer PR-Kniff, sich exakt das Beispiel eines 5.000-Euro-Hobby-Shops herauszupicken, um zu zeigen, dass 0,2 % ja "nur 10 Euro" im Jahr ausmachen. Wir alle wissen aber: E-Commerce fängt da erst an. Lasst uns ehrlich auf die Zahlen schauen: Wer einen gesunden, wachsenden Mittelstands-Shop mit 500.000 € Hub-Umsatz betreibt, zahlt plötzlich über 1.000 € extra pro Jahr. Bei 1,5 Mio. Umsatz sind es 3.000 €. Das skaliert gnadenlos nach oben. Das Absurde daran: Ob ein Kunde einen 10-Euro-Artikel oder einen 1.000-Euro-Artikel in den Warenkorb legt – der technische Aufwand für den Hub (der durchgeleitete Daten-String) ist exakt identisch. Eine prozentuale Bepreisung für eine statische Datenweiterleitung entbehrt jeder technischen Logik und bestraft schlichtweg das Wachstum eurer Kunden. 2. Infrastruktur, PCI-DSS und das Schweigen zu Kickbacks Du schreibst, die Transaktionsgebühr sei eine "Beteiligung an der Shop-Infrastruktur, Compliance und PCI-DSS". Aber Moment mal: Für die Wartung der Software und die Infrastruktur bezahlen wir doch bereits die Grundgebühr! Und die wurde bei "Eigenes Hosting" gerade von 199 € auf 252 € erhöht (ein sattes Plus von 26 %). Dass rechtliche und technische Standards eingehalten werden, ist die absolute Basis-Pflicht eines jeden Shop-Systems. Das rechtfertigt eine höhere Grundgebühr, aber keine prozentuale Umsatzsteuer. Was in deiner Erklärung zudem völlig fehlt, ist der Elefant im Raum: Die Kickback-Provisionen. Es ist ein offenes Branchengeheimnis, dass Hub-Betreiber von Zahlungsdienstleistern (wie PayPal, Klarna etc.) für das durchgeleitete Volumen provisioniert werden. Die Infrastruktur wird also indirekt bereits durch unsere Umsätze (via PSP) an euch vergütet. Dass wir Händler nun für denselben Datentransfer zusätzlich zur Kasse gebeten werden, ist das sprichwörtliche doppelte Abkassieren. Es wäre schön gewesen, wenn ihr zu diesem Vorwurf transparent Stellung bezogen hättet. 3. Die Illusion der Alternativen und der technische Stillstand Der Hinweis, man könne ja einfach "Sonstige Zahlungsarten" nutzen, geht völlig an der Realität vorbei. Jeder hier weiß, dass man komplexe Zahlungsabwicklungen nicht über ein simples Textfeld abbilden kann. Da Gambio keine autarken Module mehr anbietet, sitzt der Händler faktisch im Hub fest (Vendor-Lock-in). Und wenn wir über Innovationen sprechen: Ein Kollege hier im Thread ("mmatecki") hat es treffend zusammengefasst. Viele von uns kämpfen mit Ranking-Verlusten, weil das System teilweise veraltet wirkt. Und eure "Roadmap"? Neue Widerrufsbuttons (aufgrund von Gesetzesänderungen) und ein DHL-API-Update sind reine Mängelverwaltung und gesetzliche Pflichtaufgaben. Das sind keine Innovationen, die eine Beteiligung an unseren Umsätzen rechtfertigen. Fazit: Wir Händler sind gerne bereit, faire Preise für gute Software zu zahlen. Eine Erhöhung der Fixkosten ist nachvollziehbar. Aber eine prozentuale Zwangsabgabe auf unsere Umsätze für ein technisches Nadelöhr – verkauft mit Argumenten, die kaufmännisch nicht standhalten – zerstört schlichtweg das Vertrauen in diese Partnerschaft.
Kurz zur Klarstellung, weil hier etwas durcheinander geraten ist: Vorkasse und Rechnung sind von der Transaktionsgebühr ausgenommen, egal ob sie über den Hub oder über "Sonstige Zahlungsweisen" eingerichtet sind. Die Transaktionsgebühr fällt nur an, wenn ein Zahlungsdienstleister über den Hub angebunden ist, also PayPal, Klarna, Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, Apple Pay, Google Pay und Co. Wer seinen Kunden nur Vorkasse und Rechnung anbietet, zahlt auch weiterhin null Transaktionsgebühr. Was Cloud-Shops und Zahlungsarten angeht: Der Gambio Hub ist und bleibt euer bequemster Weg, Zahlungsarten einzubinden. Wir kümmern uns um Anbindung, Wartung und Kompatibilität bei Updates, damit ihr euch nicht drum kümmern müsst. Und wir bauen das Angebot an Hub-Zahlungsarten auch weiter aus. Mit dem neuen Gambio Store werden künftig auch Drittanbieter-Module verfügbar sein. Welche Kategorien dort genau verfügbar sein werden, steht noch nicht final fest. Sobald es Neuigkeiten gibt, erfahrt ihr es hier.
Ich gehe da mit dir. Die Aussagen sind widersprüchlich. Oder sagen wir so, es lässt Interpretationen offen. Vorkasse u.a. im Hub lässt auch "manuelle" Konfigurationen zu. Nachtrag: Danke Till für die Klarstellung. Dein Posting hatte ich bei meinen Reply noch nicht gesehen.
Wir brauchen aber eine faire Alternative zum Hub. Heißt das, dass man hier nur von euch vorgegebene Drittanbietermodule verwenden kann? Oder kann man sich hier selbst Drittanbieter-Module reinladen?
Genau das war nach fast 20 Jahren Selfhosting und Nutzung diverser Shopsysteme 2023 der Grund mich für die Gambio Cloud zu entscheiden. Aber die Diskrepanz zwischen 0,2% (Selfhosting) zur Cloud ab 1,5% Umsatzbeteiligung bei Paypal und Co via Hub sind äußerst schmerzhaft. Tarifwechsel-Upgrades helfen da rechnerisch auch nicht wirklich. Die Freikontingente helfen in keiner Weise und verpuffen schnell. Die Freude über ein gutes Jahr 2025 ist dahin.
Ich denke, die wenigsten Shops mit so geringem Umsatz sind selfhosted - gerade diese Shops bedienen sich doch meist der Cloud-Lösung. Und dazu kommt, dass diese Shops bei geringem Umsatz auch im Kleinunternehmerstatus unterwegs sind. So wie ich z. B. Und ich habe mir die "10 EUR" im Jahr mal ausgerechnet..... Das ist für einen Shop wie meinen, Starter-Tarif und somit nichts mit 0,2%, sondern eben die 1,5% eine jährliche Preissteigerung von knapp 45% - das darf man sich dann mal bitte auf der Zunge zergehen lassen..... Das sind bei mir - bei eh schon nicht sonderlich hohem Umsatz mal locker mehrere 100 Euro im Jahr.... Ähmmmm, sorry, aber genau das erwarte ich auch von euch - dafür zahle ich ja schließlich meine Grundgebühr, die ihr ja auch anhebt. Ich muss jetzt "Strafzoll" zahlen, damit ihr gesetzliche Vorgaben umsetzt? Nicht euer Ernst.....
Dann ist das vielleicht in DE so, in Österreich wurden die Gebühren immer schon höher berechnet und wurden allesamt automatisch angehoben. Dieses einfache System mit niedrigen Gebühren gab es in Österreich nie, musste immer 1% mehr bezahlen - wirklich extrem fairer Wettbewerb.
Problem ist, dass Dominik noch nicht alle Module auf 26.03.0 verfügbar umgestellt hat und damit werden diese wegen inkompatibiltät in der 26.03.0 Version nicht oder nicht mehr eingezeigt. Das betrifft noch sehr, sehr viele Module, ich kann "Sonstige vor Hub-Zahlungsweisen" deswegen auch nicht finden.
Ich möchte nochmals darum bitten, unabhängig vom Inhalt aufzuhören, für alle sprechen zu wollen. Danke.
Wo stimmst Du mir denn nicht zu? Aber Hey, wir wissen doch alle das es nie alle sind oder muß ich das jetzt immer dazu schreiben für die die das Denken?
@Hendrik M. (Gambio) Könntest Du bitte noch einmal genau definieren, was genau automatische Updates sind, bzw. was genau mit automatischen Updates installiert wird?
Wenn Du das Modul „Sonstige vor Hub-Zahlungsweisen“ manuell aus der ZIP-Datei an den richtigen Ort entpackst, funktioniert es ohne Probleme. Auch getestet mit einigen anderen von Dominiks (kostenlosen) Modulen.
gibt es bei der Echtzeitüberweisung eine direkt Weiterleitung zur Bank (habe nichts gefunden) , oder muss man sich auf den Kunden verlassen , das er es gleich überweist
Servus, ich klinke mich hier kurz ein. Grundsätzlich verhält es sich wie bei anderen Systemen: Bestimmte Basisfunktionen werden vom Anbieter des Shopsystems, im Fall Gambio über den Hub, bereits bereitgestellt. Darüber hinaus bleibt es Drittanbietern weiterhin möglich, unter „sonstige Zahlungsarten“ eigene Lösungen zu entwickeln und zu integrieren. Die konkrete Ausgestaltung der Integration liegt dabei im Verantwortungsbereich des jeweiligen Drittanbieters. Hierzu habe ich bereits verschiedene Umsetzungen gesehen. Entsprechend obliegt es diesen Anbietern auch, die passenden Endpunkte bzw. Mechanismen für ihre Kunden bereitzustellen. Aus meiner Sicht ist dieses Modell bereits etabliert, da ein entsprechender Markt bereits heute existiert. Ich gehe zudem nicht davon aus, dass diese Art der Anbindung für Zahlungsmodule eingestellt wird. Andernfalls würde Gambio den Zugang zu Märkten, beispielsweise der Schweiz, erheblich einschränken, da dort relevante Zahlungsarten wie TWINT oder PostFinance (Diese sind zwar im Core kommen jedoch von einem Drittanbieter) aktuell nicht über den Hub abgedeckt sind. Ergänzend ist die Frage berechtigt, warum entsprechende Lösungen nicht häufiger oder nicht vollständig durch Drittanbieter umgesetzt werden. Der Grund liegt häufig im erheblichen Integrationsaufwand, der schnell ein sehr hohes Niveau erreichen kann. Wird ein Zahlungsmodul beispielsweise zu einem Fixpreis von 50 € angeboten, während die Entwicklungskosten im Bereich mehrerer Tausend Euro liegen, handelt es sich letztlich um eine betriebswirtschaftliche Entscheidung des Drittanbieters, ob sich eine solche Umsetzung rechnet. Bitte verstehet die folgenden Anmerkungen nicht als Kritik, sondern als Denkanstoß, der sich bewusst auf unsere eigenen Erfahrungen bezieht: Im Gambio-Umfeld ist die Bereitschaft vieler Kunden begrenzt, die tatsächlichen Entwicklungskosten für Module zu tragen. Das häufig genannte Argument, entsprechende Lösungen müssten lediglich in größerer Stückzahl verkauft werden, ist zwar grundsätzlich nachvollziehbar, greift in der Praxis jedoch oft zu kurz. Wir bewegen uns vielfach in Nischenbereichen, während naheliegende und stark nachgefragte Themen häufig bereits, beispielsweise durch @Dominik Späte , abgedeckt sind. Sofern ein Modul bereits durch einen Drittanbieter verfügbar ist, empfehlen wir dieses auch konsequent weiter.
ja genau. Ich habe sehr gute Erfahrung damit, dass der Kunde die für ihn passende Überweisungsform selbst wählt. Im Ergebnis sind alle gleich. Der Kunde bekommt einen QR-Code (Modul vom Werbemarkt Dominik Späte) und überweist meistens mit der ausgewählten Variante. Mir geht es auch nicht darum, ob er die eine oder andere Variante wählt. Solange er irgendeine Überweisung ausführt ist das Geld sicher auf meinem Konto und kann nicht einfach von einem Zahlungsdienstleister zurück gehalten oder verzögert gut geschrieben werden. Nach der Diskussion gestern habe ich nun auch noch die EU-Standardüberweisung in meinem Checkout integriert, weil sehr selten mal die Frage eines Kunden aus Österreich kam, ob die normale oder Echtzeitüberweisung auch dort funktioniert. So sieht es jetzt bei mir aus:
danke , ich baue das jetzt auch aus , um den Kunden mehr auf die Überweisung aufmerksam zu machen, da ich auch hauptsächlich Paypal-Zahlungen habe