Pauschale Versandkosten mit unterschiedlichen Steuersätzen, wie geht das?

Thema wurde von Stoppel, 26. November 2014 erstellt.

  1. Stoppel

    Stoppel Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich bin heute von der Buchhaltung auf ein Problem hingewiesen worden, für das ich schnellstmöglich eine Lösung benötige:

    Die Steuern auf Versandkosten richten sich immer nach den versendeten Artikeln. Wir haben Artikel mit 7% als auch 19% MwSt im Angebot.

    Bestellt ein Kunde "gemischt", dann ist das kein Problem, da dann die 19% angewendet werden. Bestellt ein Kunde aber ausschließlich Artikel mit 7% MwSt, dann dürfen auf die Versandkosten auch nur 7% genommen werden.

    Das Modul "Pauschale Versandkosten" erlaubt aber nur eine einzige Steuerklasse, die voreingestellt werden muss. Dadurch sind bei uns derzeit viele Rechnungen falsch bzw. müssen in der Wawi händisch geändert werden.

    Ich sags mal so: Das Modul ist eigentlich für jeden Shopbetreiber, der Waren beider Steuerklassen verkauft, unbrauchbar.

    Meine Frage an Euch: Wie kann ich steuerrechtlich korrekt pauschale Versandkosten darstellen? Gibt es Euch bekannte Module von Drittanbietern, die das können?
     
  2. barbara

    barbara G-WARD 2014-2020

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    Hallo Ingo,

    das Problem haben alle Shopbetreiber mit beiden Steuersätzen, egal welches Versandmodul sie nutzen.
    Einige haben sich damit beholfen die "Versandkosten" in "Verpackungskosten" oder so umzubenennen.
    Da ja auch alle Versanddienstleister immer 19% berechnen.
     
  3. Stoppel

    Stoppel Erfahrener Benutzer

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    Hallo Barbara,

    das ist aber sehr unbefriedigend und eigentlich nicht tragbar. Es handelt sich hier um eine klare steuerliche Vorgabe und das Shopsystem muss in der Lage sein, dies umzusetzen. Der Hinweis mit den Versanddienstleistern wirkt steuerlich leider nicht, da diese die Steuern auf ihre Dienstleistung ansetzen und somit 19% korrekt sind. Das ist bei reinen Versandkosten aber nicht so.

    Ich hoffe, dass es doch eine Lösung für das Problem seitens Gambio gibt. Andere Shopsysteme können das doch auch und berechnen die Steuer auf die Versandkosten erst im Warenkorb (sofern entsprechend voreingestellt). Das habe ich beispielsweise gerade erst zufällig bei JTL gelesen (wir nutzen deren Wawi). Im JTL-Shop kann man vorgeben, dass für die Versandkosten der Steuersatz genommen wird, der im Warenkorb überwiegt (was steuerlich so vollkommen korrekt ist).

    Sollte Gambio das nicht können, dann wäre das sogar ein Knockout-Kriterium. Aber ich gehe mal davon aus, dass es da was gibt. Ich mache sonst morgen ein Ticket auf und habe nur gedacht, ich frage vorher mal hier in die Runde (meistens erübrigen sich dann ja glücklicherweise Tickets).
     
  4. johannes_a

    johannes_a Erfahrener Benutzer

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    #4 johannes_a, 27. November 2014
    Zuletzt bearbeitet: 27. November 2014
    Ich stimme dir zu! Mit Barbaras Notlösung erhöht sich ja real der Bruttopreis für den Verbraucher (bzw. verringern sich unsere Netto-Einnahmen, wenn wir die Versandkosten gleich lassen). Ich habe da auch schon oft darauf hingewiesen, aber das wird von den meisten wohl nicht als Problem gesehen. Für mich ein Grund, keine 19%-Waren in mein Sortiment aufzunehmen.

    Wenn es da mittlerweile eine Lösung gibt, bitte posten - das würde mich auch interessieren.

    Grüße
    Johannes
     
  5. Stoppel

    Stoppel Erfahrener Benutzer

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    Sollte sich das wirklich so bestätigen (was ich mir immer noch nicht vorstellen kann), dann ist das für mich DER Grund, dieses Shopsystem nicht mehr zu nutzen. Die Firma, für die ich jetzt einen Gambio-Shop erstellt habe, verkauft in beiden Steuerklassen und es ist ein größeres Unternehmen. Sie haben sich voll auf meinen Rat verlassen, nicht Magento oder sonstwas zu nehmen, sondern Gambio. Sollte ich dieses Problem im Shop nicht lösen können (ich selbst bin kein Steuerberater und hatte das bislang gar nicht auf dem Schirm), wird man mir das zur Last legen (falsche Beratung in der Shopauswahl etc.).

    Was das im Ergebnis bedeutet, ist wohl klar.

    Ich bin davon ausgegangen (und tue das immer noch), dass ein angesehener Shopanbieter wie Gambio sein System bei gesetzlichen und steuerlichen Vorgaben auf der Höhe der Zeit hat. Ich habe nicht mal im Traum daran gedacht, dass es bei solchen Sachen zu ernsthaften Problemen kommen kann. Das ist keine neue Vorgabe, das ist SEIT JAHREN schon so.

    Ich warte jetzt erstmal ab, was Gambio selbst dazu sagt und hoffe nach wie vor, dass es natürlich eine Lösung gibt, die ich schnell umsetzen kann. Es wäre insofern nett, wenn mal ein Mitarbeiter von Gambio hier eine Aussage trifft.
     
  6. barbara

    barbara G-WARD 2014-2020

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  7. Stoppel

    Stoppel Erfahrener Benutzer

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    Hallo Barbara,

    vielen Dank für die Links zu den anderen Threads, habe ich wohl in der letzten Nacht vor lauter Verzweiflung nicht gefunden.

    Zumindest ist durch die anderen Threads belegt, dass Gambio von dem Problem schon länger Kenntnis hat und ganz offensichtlich bis heute keine Lösung anbieten kann. Ich warte jetzt noch die Antwort meines Tickets ab und treffe dann mit meinem Auftraggeber eine Entscheidung, wie es weitergehen soll.

    Ohne Lösung kann ich aber spätestens jetzt kein wirkliches Argument an meinen Auftraggeber mehr bringen, weshalb man weiterhin bei Gambio bleiben sollte. Auf den Kosten für den Shopumzug auf ein anderes System werde ich auch sitzen bleiben. Wirklich schade, denn vom Grunde her schätze ich diese Software und auch dieses Forum.

    Ich kann nur nochmals betonen: Andere können es !!! Bis zum Nachmittag habe ich Zeit, dann will mein Auftraggeber eine Lösung präsentiert bekommen (Kosten sind zweitrangig, es muss funktionieren). Sonst wird der Stecker gezogen ...
     
  8. Anonymous

    Anonymous Erfahrener Benutzer

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    Ich seh das bei weitem nicht so kritisch wie du. Benenn den Punkt nicht mit Versandkosten, sondern z.B. Verpackung & Versand oder eine andere neutralere Benennung. Damit spiegelst du wider, dass auch bei dir eine Dienstleistung enthalten ist - das Verpacken der Ware. Schon kann man 19% berechnen.
    Klar wäre es nice 2 have, wenn man bei 7%er Bestellungen nur 7% ans FA abführen müsste und damit ein paar Cent mehr in der Kasse wären. Im Endeffekt sollten die Vsk aber eh schon so berechnet sein dass man als Unternehmen mit dem Preis leben kann und danach erst die Steuer drauf kommt.
     
  9. Stoppel

    Stoppel Erfahrener Benutzer

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    Stefan, es geht nicht um die paar Cent, die man mehr oder weniger in der Kasse hat. Das ist ein grundsätzliches Problem! Wir sind keine Pommes-Bude, sondern ein Unternehmen mit monatlich sechsstelligen Umsätzen. Die Buchhaltung macht mir deswegen gerade die Hölle heiß und der Steuerberater besteht darauf, dass wir die Bestellungen gemäß der steuerlichen Vorgaben abwickeln.

    Wenn Gambio jetzt sagt, sie lösen das Problem innerhalb einer Woche, dann könnte ich noch darüber nachdenken, die Versandkosten kurzfristig umzubenennen (bis zur Lösung), aber ein Dauerzustand kann das nicht sein. Es ist nämlich nicht so, dass wir auf einer Insel leben, auf der es nur Gambio und sonst nichts gibt. Wie bereits mehrmals erwähnt: Andere können es! Wenn ich seitens Gambio keine Lösung anbieten kann, dann wird das Shopsystem gewechselt.

    Versteht mich nicht falsch, ich will hier mit niemandem brechen und bin auch nicht der kleine eingeschnappte User, der nur am meckern ist. Aber ich habe ein Problem, das gelöst werden muss. Wenn Gambio das nicht kann, dann muss ich für diesen Shop ein anderes System wählen.
     
  10. Steffen (indiv-style.de)

    Steffen (indiv-style.de) G-WARD 2013/14/15/16

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    Innerhalb einer Woche??? Ein Problem was sehr tiefgreifend ins System geht??? Wo ein weiteres Problem (digitale Güter ab 2015) schon umgesetzt werden muss.....

    mhhh.... dann viel Spass mit Magento!

    Ist nicht böse gemeint aber so wird das nix werden!
     
  11. Stoppel

    Stoppel Erfahrener Benutzer

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    ... hat sich an dieser Stelle erledigt!

    Wilken hat mir gerade in der Facebook-Gruppe bestätigt, dass Gambio es nicht kann und dass es auch in absehbarer Zeit nicht gehen wird.

    Stattdessen wird damit argumentiert, dass man auch pauschal 19% berechnen dürfe. Mein Steuerberater sieht das aber gänzlich anders.

    Gut, das ist jetzt mein Problem, Gambio wird es nicht lösen.
     
  12. Steffen (indiv-style.de)

    Steffen (indiv-style.de) G-WARD 2013/14/15/16

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    Mal ne doofe Frage.... Wie stellst du dir das vor??
    Nehmen wir an du hast 5,-€ Pauschale Versandkosten! Da du im Endkundenbereich bist, beinhaltet das ja die Umsatzsteuer.

    Nun legts du einen Artikel mit 7% in den Korb und einen Artikel mit 19%.....

    Was soll dann als Versankosten berechnet werden?????

    Was ist wenn nur 7%-Artikel im korb liegen??? Ist dann bei den 5,-€ nur 7% UsSt. drin???
     
  13. johannes_a

    johannes_a Erfahrener Benutzer

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    #13 johannes_a, 27. November 2014
    Zuletzt bearbeitet: 27. November 2014
    Unabhängig davon ob man das darf oder nicht, ich finde auch die Problemlösung seltsam, dass man ja 19% berechnen "darf".
    Es gibt auch Fälle, wo das mehr als ein paar Cent ausmacht. Der Durchschnitt über alle Onlineshops bei den Versandkosten für ein 2kg Standardpaket liegt angeblich irgendwo bei 5 Euro (Quelle). Wenn du keine 08-15 Produkte hast und/oder Expressversand anbietest, hast du schnell mal eine Versandart mit dabei, die mehr als 5 Euro kostet.

    Rechenbeispiel:
    Nehmen wir z.B. mal an, der Versand kostet mich selber 5 Euro (netto) und ich kalkuliere die Versandkosten so, dass das 1:1 weiterverrechnet wird. Mit 7% Steuer muss ich vom Verbraucher dann 5,35 brutto verlangen, mit 19% Steuer aber 5,95 brutto - das sind 60 Cent (!) Unterschied für Kunden, die z.T. ohnehin glauben, dass der Versand gar nix kosten sollte - damit kostet der Versand jetzt bei mir "gefühlt" (auf 1 Euro gerundet) 1 Euro mehr als beim Mitbewerber, der 7% verrechnet.

    Grüße
    Johannes
     
  14. johannes_a

    johannes_a Erfahrener Benutzer

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    Je nachdem, was wertmäßig der größere Betrag ist, entweder 5 € brutto inkl 7% MWSt oder 5 € brutto inkl.19%.

    Genau!
     
  15. Steffen (indiv-style.de)

    Steffen (indiv-style.de) G-WARD 2013/14/15/16

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    Dann bescheisst du den Kunden aber heftg! Und wenn ich Kunde wäre, würde ich dir das vorrechnen, da ich hiervon nicht begeistert wäre.
     
  16. johannes_a

    johannes_a Erfahrener Benutzer

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    Wo bescheisse ich den Kunden? Bitte rechne mir das mal vor. Ich versteh nämlich jetzt wirklich nicht, was du meinst?
     
  17. Steffen (indiv-style.de)

    Steffen (indiv-style.de) G-WARD 2013/14/15/16

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    Ich Endkunde! Du muss mir die Versandkosten vorab anzeigen! Sowas tut man ja im Content -> Versandkosten.
    Ich geh also auf deine Versandkostenseite und sehe pauschal 5,95€ (Beispiel!!!)
    ich bestelle heute mal Waren mit immer 19% MwSt. und Zahle 5,95€ Versand mit 19% Mwst!

    Mogen bestell ich nur 7% Artikel und zahle 5,95€ Versand aber diesmal incl. 7% MwSt.

    Das heist das der Versand der 7% Artikel teurer ist..... Theoretisch! Oder anders gesagt, du würdes da mehr raushaben! Man kann das ja in den Versandtext einbauen und man könnte die 7% / 19% Regel schön dort erklären aber wie sieht das der Kunde????????

    Für den ist das erst mal Beschiss, obwohl es keiner ist.... oder doch?????
     
  18. Stoppel

    Stoppel Erfahrener Benutzer

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    ... und genau da besteht schon der erste große Denkfehler. Ich bin nämlich NICHT im Endkundenbereich, sondern administriere einen B2B-Shop.

    Wie ich mir das vorstelle: Ganz einfach (gedacht, nicht gemacht): Der Warenkorb erkennt, welche Steuerklassen vorhanden sind. Sofern beide Klassen vorhanden sind, wird automatisch die höhere genommen (das machen die meisten Shopsysteme so), wenn aber nur eine einzige Steuerklasse vorhanden ist, dann wird zwingend genau diese auch den Versandkosten zugeordnet.

    Das mag vom Codeeingriff her schwierig sein, aber ich wiederhole mich da: Andere können es auch. Wenn Gambio es nicht kann oder nicht können will, dann ist das Shopsystem für Anbieter von Waren und Dienstleistungen beider Steuerklassen schlichtweg nicht geeignet und das sollte dann auch ganz klar so deklariert werden.

    Mich persönlich wird das jetzt richtig viel Geld kosten, weil ich einen bestehenden Shop auf ein anderes System umstellen muss, welches das kann. Aber egal, aufregen bringt nichts, jetzt müssen die Ärmel hochgekrempelt werden.
     
  19. johannes_a

    johannes_a Erfahrener Benutzer

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    #19 johannes_a, 27. November 2014
    Zuletzt bearbeitet: 27. November 2014
    @Steffen:

    Die Versandkosteninfo für den Kunden lautet ja in unserem Beispiel: Der Versand kostet 5 € (inkl. MWSt). - Und genau das kriegt er auch in jedem Fall. Ich fände es schwieriger zu vermitteln, wenn der Kunde einmal 5 € (inkl. 7% MWSt) zahlt und ein andermal 5,56 € (inkl. 19% MWSt - das entspricht dem gleichen Nettobetrag), du nicht?

    Und meine Brutto-VK für die 7% Artikel (aber auch die 19%-Artikel) sind ja in der Realität nicht teurer, sondern günstiger, weil ich eine Mischkalkulation über 7%- und 19%-Artikel machen kann, statt für alle Artikel in jedem Fall 19% draufzuschlagen (wovon ich nichts hab, weil ich die ich ans Finanzamt abführen muss). Wenn man hauptsächlich 7%-Artikel hat und nur wenige mit 19% macht das schon einiges aus.

    Rechenbeispiel:

    Angenommen ich habe real 5 € netto Versandkosten, die ich 1:1 an den Kunden weitergeben will. Weiters angenommen, 90% meiner Bestellungen wären mit 7% MWSt und 10% meiner Bestellungen wären mit 19% MWSt.

    a) Steuerlich korrekt:
    90% meiner Bestellungen wären die VK brutto 5,35 € und für die übrigen 10% müsste ich brutto 5,95 verlangen. Dann kann ich z.B. als Mischkalkulation 5,41 € brutto nehmen, dann krieg ich nach Abzug der Steuern netto: in 90% der Fälle 5,06 € raus und in 10% der Fälle 4,55 €, im Durchschnitt also die 5,00 € die mich der Versand real netto kostet.

    b) Wenn ich jedes Mal 19% nehme:
    Dann muss ich brutto 5,95 € nehmen, damit ich meine 5 € netto einnehme. Von dem Brutto-Mehreinnahmen von 0,54 € im Vergleich zu Fall (a) habe ich nichts, dieser Betrag geht zu 100% an das Finanzamt. Aus Sicht der Endkunden ist mein Versand aber 10% teurer.
     
  20. Steffen (indiv-style.de)

    Steffen (indiv-style.de) G-WARD 2013/14/15/16

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    im B2B-Bereich seh ich da keine Probleme da 5,-€ Netto eben 5,-€ Netto sind aber wie willst so was im B2C-bereich darstellen???
    Wie erklärst du dem Kunden einmal 5,35 und einmal 5,95???? Und das musst du ja dann!

    Willst du da die Steuerregelung einbauen das der Kunde weis warum????